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OTZ, 25.08.2018

Im Tennisclub wird ab September gebaut

 

Mehr als 20 000 Euro aus Lottomitteln, von der Stadt und Sponsoren

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Sozialministerin Heike Werner (Linke) überbrachte einen symbolischen Scheck über 9500 Euro aus Lottomitteln. Kombiniert mit Geld der Stadt sowie Zuwendungen der Sparkasse, der Stadtwerke sowie der Alternative 54 und Eigenleistungen will man das Vereinsheim verbessern.

Von Florian Girwert

Eisenberg. Vom durchwachsenen Wetter am Freitagnachmittag lassen sich die Spielerinnen und Spieler auf den rotbraunen Tennisplätzen nicht stören. Munter schlagen sie sich kleine gelbe Filzkugeln um die Ohren. Ein beinahe ganz normaler Trainingsnachmittag beim Eisenberger Tennisclub. Wenn da nicht das viele Geld wäre, das Vertreter von Land, Stadt und anderen Institutionen vorbeigebracht haben, damit das Vereinslokal ausgebaut werden kann.

9500 Euro Lottomittel hat Sozialministerin Heike Werner (Linke) als symbolischen Scheck dabei, wetterfest laminiert. Von der Stadt Eisenberg gibt es 9937 Euro aus der Infrastrukturpauschale. 400 Euro hat Mike Huster mitgebracht, aus Mitteln der Alternative 54. Der Landtagsabgeordnete der Linken zahlt wie seine Kollegen monatlich Beträge aus Diätenerhöhungen bei dem Verein ein, mit dem über ganz Thüringen hinweg immer wieder kleine Projekte gefördert werden sollen, die für andere Fördertöpfe zu klein sind. Auch Sparkasse und Stadtwerke Eisenberg steuern dreistellige Beträge bei - zusammen kommt man auf mehr als 21 000 Euro. "Und natürlich kommt obendrauf noch viel Eigenleistung von uns", sagt Denise Acker, die als zweite Vorsitzende des Vereins den Papierkrieg rund um die Zuwendungen erledigt hat.

Hintergrund des Finanzbedarfs: In das großzügige Vereinsheim soll unterm Dach ein Refugium für die Jugend des Vereins entstehen, wo derzeit noch nackte Mauern und kein Treppenzugang möglich sind. Dafür haben seit dem Neubau 1995 - zuvor war zum Jahreswechsel 1994/1995 das alte Vereinsheim in der Stadt abgebrannt, was den Verein heimatlos machte - die Mittel gefehlt.

Längst ist man im Schortental heimisch geworden, es gibt statt zwei inzwischen vier Tennisplätze für die reichlich 70 Mitglieder. "Manche haben in das Areal hier 500 oder mehr Arbeitsstunden gesteckt", berichtet der erste Vorsitzende Ralf Daum. 23 Mitglieder gehören zum Kinder -und Jugendbereich, denen will man Komfort bieten - nicht zuletzt, um sie an den Verein zu binden. Denn auch hier hat man das Problem: Zum Studium verlassen viele die Stadt. Um auch für Rückkehrer die Bedingungen zu verbessern, soll die Infrastruktur ertüchtigt werden. Auch dafür gibt es die Lottomittel des Sozialministeriums, für die Mike Huster Fürsprecher war.

Aktuell überdeckt der Banner eines Tennisartikel-Herstellers die Baulücke über dem Gastraum, wo demnächst gebaut werden soll. Losgehen soll es im September, wenn sich die Freiluftsaison ihrem Ende zuneigt. "Bis Jahresende muss alles erledigt sein", so Daum. Die Richtlinien für Fördermittel geben das vor - viel Arbeit für die Mitglieder des Vereins.

Am Ende dürfen alle Spender bei Kaffee und Kuchen zugreifen - zusammen mit den Spielerinnen und Spielern, die nach dem Training ebenfalls hungrig sind.

 


Termine

  1. Mike Huster
    15:45 Uhr
    Tennissportverein im Schortental

    Spendenübergabe an TSV Eisenberg

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