1. Dezember 2017 Kreisvorstand

Bedrohungslage gegen Bürgermeisterin ernst nehmen

Zerstörte Scheibe eines Vereins der sich für sozial schwache und gegen Nazis in Kahla einsetzte.

Die LINKE Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow und Kreisvorsitzender Markus Gleichmann sprechen die vollste Solidarität der Partei gegenüber Claudia Nissen-Roth aus und sagen jegliche Unterstützung zu. „Bedrohungen gegen politische Verantwortungsträger müssen immer ernst genommen werden, insbesondere in der aktuell aufgeheizten politischen Situation.“ sagt Hennig-Wellsow. „Es ist ein großes Problem, dass mit Hetze und Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken gezielt Hass gegen Gruppen und Menschen geschürt wird. Rechtsnationale und Rechtsextreme nutzen nun den Tod eines AfD-Stadtrates für Verschwörungstheorien und schaffen damit ein explosives Klima in der Stadt“ so die Landesvorsitzende weitern. „Die Drohungen müssen sehr ernst genommen werden, denn das radikale rechtsextreme Spektrum in Kahla ist seit längerem bekannt.“ so Wellsow. 

Schon seit Jahren ist Kahla ein Hotspot der Rechtsextremen berichtet der Kreisvorsitzende Markus Gleichmann. „Schon im Wahlkampf 2012 wurde der Briefkasten von Claudia Nissen-Roth gesprengt und Wahlplakate im großen Umfang zerstört. Gezielt werden aktive Menschen der Zivilgesellschaft in Kahla angegriffen oder ausgegrenzt. Anschläge auf das SPD Büro und den Demokratieladen zeigen zudem das Gewaltpotential.“ so Gleichmann zu den Vorkommnissen der letzten Jahre. „Die aktuelle Bedrohung der Bürgermeisterin ist daher ernst zu nehmen und es müssen alle Mittel ergriffen werden, um gegen Rechts aktive Menschen vor Übergriffen zu schützen. Dazu gehört auch, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aus Kahla klar von diesen Strukturen distanzieren. Es muss verhindert werden, das Fake-News aus dem Netz zu Taten gegen Leib und Leben führen. Diese Entwicklung, die sich auch im Attentat auf den Bürgermeister Hollstein letzte Woche zeigt, ist ein Zeichen der Verrohung unserer Gesellschaft, der wir etwas entgegen setzen müssen.“ so der Kreisvorsitzende abschließend.